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Auf den Spuren der Römer – die Lateinkurse der Jgst. 10 und EF auf Exkursion in Trier
Drei Tage lang tauchten wir, die Lateinkurse der Jahrgangsstufen 10 und EF, in das antike römische Leben in Trier ein. So konnten wir erleben, wie lebendig die Antike auch nach 2000 Jahren noch sein kann.
Nach der Anreise am Montag machten wir uns zunächst bei einem Stadtrundgang mit Trier vertraut. Schon dabei wurde deutlich, welche enorme Bedeutung die Stadt in römischer Zeit besaß. Als Augusta Treverorum entwickelte sich Trier zu einer der bedeutendsten Städte des Römischen Reiches nördlich der Alpen und wurde in der Spätantike sogar Kaiserresidenz. Den Abschluss unseres ersten Tages bildete der Besuch der beeindruckenden Kaiserthermen, die allerdings nach der Fertigstellung nie benutzt wurden, da die Hauptstadt nach Konstantinopel verlegt wurde.
Am Dienstag wechselten wir zunächst die Perspektive und erkundeten Trier und seine Umgebung bei einer Fahrt auf der Mosel vom Wasser aus. Anschließend wartete ein besonderer Höhepunkt auf uns: Bei der Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“ wurden wir von einem echten – nun ja, zumindest äußerst überzeugenden – römischen Zenturio in die Vergangenheit entführt. Wir mussten herannahende Feinde durch unser Gebrüll verschrecken und sie – pantomimisch - mit einem Steinhagel und heißem Öl vertreiben. Zwischen militärischer Strenge, römischer Geschichte und viel Humor erfuhren wir, welche Geschichten sich hinter den mächtigen Mauern des berühmten Trierer Stadttores verbergen. Wie beeindruckend die Porta Nigra auf uns wirkte, zeigt auch die Skizze einer Schülerin, die vor Ort entstand. Abends konnten wir bei einem römischen Umtrunk und Stockbrot wieder zu Kräften kommen.
Am Mittwoch stand zunächst das Rheinische Landesmuseum auf dem Programm. Eine Führung und eine anschließende Rallye führten uns zu zahlreichen Originalfunden aus dem römischen Trier und machten deutlich, wie luxuriös und vielfältig das Leben in Augusta Treverorum gewesen sein muss. Zum Abschluss besuchten wir das römische Amphitheater. Wo einst Tausende Zuschauer Gladiatoren zujubelten, konnten wir selbst durch die Arena gehen und einen letzten Eindruck von der Größe der römischen Stadt gewinnen.
Nach drei Tagen mit Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater, Mosel und zahlreichen römischen Originalfunden stand für uns jedenfalls fest: Wenn es um römische Städte geht, führt an Trier eigentlich kein Weg vorbei.
Die Rückkehr nach Köln fiel uns nicht leicht – schließlich mussten wir uns erst wieder an eine römische Stadt von geringerer Bedeutung gewöhnen…














